Günter Pfeifer
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Neue Innenraumgestaltung
und energetische Sanierung
der Spitalkirche Mannheim

Bauherr:
Gesamtkirchengemeinde Mannheim

Gesamtplanung
Erzbischöfliches Bauamt
Eisenlohrstraße 6
69115 Heidelberg

Kybernetisches Konzept
Prof. Günter Pfeifer
Fondation Kybernetik
Technische Universität Darmstadt
Fachbereich Architektur

Energetisches Konzept
Technisches Konzept

Gerhard Kuder
Balck + Partner
Facility Enginieering
69 117 Heidelberg


Fondation Kybernetik
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Spitalkirche

TU Darmstadt
Die Spitalkirche in Mannheim, 1788 nach den Plänen von Johann Faxlunger
erbaut, ist eine der wenigen Gebäude aus dem 18. Jahrhundert in der Innen-
stadt von Mannheim. Sie ist schon länger als Kulturdenkmal eingestuft.
Neben einer liturgischen Überarbeitung des Altarraumes benötigte die Kirche
eine energetische Sanierung. Die elektrische Unterbankheizung verbraucht
zuviel Energie, ist umweltschädlich und ineffektiv.
Das Konzept, solare Energien aus dem Dach direkt in den Kirchenraum zu
leiten, stieß zunächst bei den Denkmalbehörden auf wenig Gegenliebe. Dem
Vorschlag einer einfachen Überformung der insgesamt zehn vorhandenen
dreieckigen Dachgauben mit einer Plexiglashülle wurde dann aber stattge-
geben. Die solaren Gewinne zwischen der transparenten Hülle und dem
dunklen Schiefer sind allerdings überraschend ergiebig. Die warme Luft wird
durch die Gauben über ein einfaches System abgesaugt und in die untere
Bodenebene der Bankinseln geleitet. Unterstützt wird dieses solare System
von einer weiteren solaren Sammelidee: Die großflächigen Fenster der Ost-
und Westfassade wurden mit inneren Kastenfenstern ergänzt. Diese sind so
konstruiert, dass die solaren Energieeinträge mittels einfacher Folienklappen
so geregelt werden, dass die Luftmengen thermodynamisch zur Verfügung
stehen. Zur Unterstützung der Restenergie wurde in der zweiten Ebene des
flächigen Bodens unter den Bänken eine Fußbodenheizung eingerichtet, die
an eine kleine Übergabestation der Fernwärme angeschlossen ist. Da die
Restenergie aber so gering ausfällt, kann für den Anschluss der Fernwärme
der sehr kostengünstige Rücklauf des Wärmenetzes benutzt werden. Die
Wirkung dieser einfachen Maßnahmen ist verblüffend. Die solaren Energie-
gewinne stehen dem Kirchenraum unabhängig von der Nutzung jederzeit zu
Verfügung. Die großen Speichermassen des alten Gebäudes leisten damit
einen Beitrag für eine konstant gute Temperatur, die gut nachgedämmte
Dachdecke der Kirche leistet das Übrige. Die Raumtemperatur ist nun kon-
stant. Sie bewegt sich zwischen 10 und 12 °; die Nacherwärmung erfolgt
kurzzeitig über die Fernwärme. Die Energiekosten konnten um ca. 70 %
gesenkt werden.
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